Erprobungsräume funktionieren nicht isoliert, sondern entfalten ihre Wirkung innerhalb von bestimmten Kontexten und orientieren sich an diesen. In diesen lebendigen Kontexten wird Kirche und Glaube auf kreative Weise neugestaltet, wobei die Erprobungsräume tief in die Herausforderungen und Chancen ihrer Umgebung eintauchen.
Gleichzeitig dienen die Erprobungsräume als Quelle für wertvolle Erkenntnisse aus Innovationsprozessen, die nicht nur vor Ort, sondern auch an anderen Stellen innerhalb unserer Kirche genutzt werden können. Die Begleitforschung dokumentiert, analysiert und bündelt diese Erfahrungen mit dem Ziel, ganzheitliches kirchliches Lernen zu fördern.
Das interdisziplinäre Forschungsteam
Seit 2021 erforscht ein interdisziplinäres Forschungsteam die Erprobungsräume. Zum Team gehören:
- Prof. Dr. Roland Schöttler (Evangelische Hochschule Bochum)
- Prof. Dr. Stefan Jung (EH Hessen)
- Dr. Greta Herzogenrath (EH Hessen)
- Prof. Dr. min. Sandra Bils (midi)
- Prof. Dr. Tobias Faix (EH Hessen)
Dabei werden nicht nur die Erfahrungen der Menschen in den Erprobungsräumen betrachtet. Auch die Perspektiven kirchlicher Verantwortungsträger*innen, beispielsweise in Kirchenkreisen, fließen in die Forschung ein.
So entsteht ein Bild davon, was vor Ort erprobt wird, wie diese Veränderungen innerhalb der kirchlichen Strukturen wahrgenommen werden und welche Bedingungen Erneuerungsprozesse fördern oder begrenzen.
Die Ergebnisse werden regelmäßig ausgewertet und in Zwischenberichten, ThinkTanks, Vorträgen sowie in weiteren Formaten und Veröffentlichungen zugänglich gemacht.
Forschungsergebnisse und Veröffentlichungen
In der ersten Forschungsphase (2021-2023) wurden grundlegende Muster und die Wirksamkeit der Erprobungsräume untersucht. Welche strukturellen Entscheidungen und Hindernisse das Innovationsprofil der Erprobungsräume begrenzen, wird im Zwischenbericht von 2022 entfaltet.
Ob und in welcher Weise sich Erprobungsräume als „Gemeinde“ verstehen, wird in den Forschungsergebnissen von 2023 und 2024 deutlich. Die Begleitforschung verortet die Erprobungsräume in einer Innovationslandkarte (Innomap), wobei sie Community-, Service-, und Gemeinde-orientierte Ansätze voneinander unterscheidet.
Das Heft „Was, wenn es funktioniert?“ (2024) fasst zentrale Ergebnisse der Begleitforschung zusammen und richtet sich an Menschen, die sich einen kompakten Überblick verschaffen möchten. Eine gedruckte Version kann unter erprobungsraeume@ekir.de kostenlos bestellt werden.
Mit dem Buch „Erprobung empirisch“ (Open Access) bündelt das Forschungsteam empirische Forschungsergebnisse zu Innovations- und Erprobungsräumen aus verschiedenen Landeskirchen sowie aus Österreich, der Schweiz und den Niederlanden.
Die Forschung bewegt sich inzwischen in der zweiten Forschungsphase (2024-2026) und legt im Zwischenbericht von 2025 den Fokus stärker auf das kirchliche System und die Frage, wie aus einzelnen experimentellen Initiativen nachhaltige Systemveränderungen erwachsen.
Unten finden Sie die Veröffentlichungen der Begleitforschung zum Download.
- Zwischenbericht der Begleitforschung Erprobungsräume 25 0.18 MB
- Impuls zum aktuellen Stand der Begleitforschung_Nov 2024
- Was, wenn es funktioniert? Begleitforschungsheft
- Neue Forschungsergebnisse der Begleitforschung zu Erprobungsräumen_23_12
- Zwischenbericht der Begleitforschung Erprobungsräume 22_11 0.43 MB